Seit der ersten Baveno-Konsensuskonferenz im Jahr 1990 werden etwa alle fünf Jahre internationale Experten zusammengebracht, um die wissenschaftliche Evidenz zum Pfortaderhochdruck und fortgeschrittenen chronischen Lebererkrankung zu bewerten und daraus Empfehlungen für die klinische Praxis abzuleiten.
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„Das zentrale Ziel ist heute nicht mehr nur, Komplikationen einer fortgeschrittenen Lebererkrankung zu behandeln, sondern sie möglichst zu verhindern“, erklärt Univ.-Prof. Dr. Thomas Reiberger, Leiter der Leberzirrhoseambulanz (inklusive Lebertransplantat-Nachbetreuung) der Universitätsklinik für Innere Medizin III, KA für Gastroenterologie und Heopatologie der MedUni Wien sowie wissenschaftlicher Sekretär des Baveno VIII Konsensus Meetings.
Ap.Prof. Priv.-Doz. Dr.med.univ.et scient.med. Mattias Mandorfer, ebenfalls von der Universitätsklinik für Innere Medizin III, KA für Gastroenterologie und Heopatologie der MedUni Wien, Leiter der Spezialambulanz für Fettlebererkrankungen und Vorsitzender des Panels über nicht invasive Risikostratifizierung, ergänzt: „Mit verbesserten nicht invasiven Verfahren können wir das individuelle Risiko von Patient:innen besser einschätzen, womit die Präzisionsmedizin Einzug in die klinische Praxis hält. Eine medikamentöse Therapie mit Carvedilol kann bei Hochrisikopatient:innen das Auftreten von schwerwiegenden Komplikationen verhindern.“