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Einfluss von Psoriasis auf Hautkrebsrisiko untersucht

An der MedUni Wien wurde erforscht, dass stark entzündete Hautareale bei Psoriasis in Mausmodellen keine Tumorbildung zeigen.

Eine neue Studie der medizinischen Universität Wien lässt aufhorchen: Auf von Psoriasis befallenen Arealen treten keine Tumoren auf. Wir haben nachgefragt, was das für Betroffene bedeuten könnte.

Vor kurzem deutete eine Studie der medizinischen Universität Wien darauf hin, dass die Hauterkrankung Schuppenflechte mitunter vor Hautkrebs „schützen“ könnte. Die Ärzte erforschten nämlich in Mausmodellen, dass Tumore bei Psoriasis nicht direkt auf den befallenen, also stark entzündeten Hautarealen, entstehen.

Als mögliche Mechanismen hinter diesem Phänomen entdeckten sie bestimmte Immunzellen des angeborenen Abwehrsystems, die in der entzündeten Haut stark vermehrt vorkamen. Diese Zellen veränderten die lokale Gewebesituation so sehr, dass eine Tumorentwicklung unterdrückt wurde. Ihr Fazit: Entzündungsreaktionen müssen nicht grundsätzlich tumorfördernd sein.

Entzündliche Erkrankungen mit höheren Krebsraten

Bei vielen rheumatischen Krankheiten und chronisch entzündlichen Darmerkrankungen ist auch eine erhöhte Rate von Hautkrebs festzustellen. Die höchste Tumorrate weisen Autoimmunerkrankungen wie Kollagenosen und Vaskulitiden (Systemischer Lupus Erythematodes, Sjögren Syndrom, Systemische Sklerose) auf und betreffen in erster Linie das Blut (Lymphome).

Grundsätzlich spielen laut der Experten bei der Entstehung von Krebs nicht nur Grunderkrankungen und entzündliche Aktivität, sondern auch Umwelteinflüsse wie Hauttyp, (zu viel) Sonne und Hautbestrahlungen (PUVA Therapie bei schwerer Psoriasis), aber auch Medikamente eine große Rolle.

Die Experten sind sich einig: Zur Vorbeugung gegen Krebserkrankungen gilt – abseits neuer Studien – etwaige Entzündungen im Körper optimal zu behandeln, Rauchen und hohen Alkoholkonsum einzustellen, Übergewicht zu reduzieren, mehr faserreiche und ballaststoffreiche Kost (Obst, Gemüse) und Fisch zu verzehren, dafür weniger Zucker, Fett und rotes Fleisch zu essen. Bewegung und Sport in den Alltag einbauen! Und regelmäßig Vorsorgeuntersuchungen vornehmen zu lassen. Was Hautkrebs anbelangt, ist es wichtig, mindestens einmal pro Jahr beim Dermatologen einen kompletten Hautcheck machen zu lassen!

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