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Fettsäuren, die in Fleisch und Ölen vorkommen, können Darmentzündungen auslösen

In Österreich leiden rund 75.000 Personen an einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa. Tendenz steigend. Welche Rolle unser Essen spielt, untersucht Gastroenterologe Timon Adolph von der Med-Uni Innsbruck in einem ERC Projekt.
„Wir möchten verstehen, wie westliche Ernährung krank macht.“

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Entzündung trotz OP
Um Morbus Crohn zu behandeln, kann der entzündete Darmabschnitt entfernt werden. Doch bei vielen Patienten kehrt die Entzündung innerhalb weniger Monate bis Jahre zurück. Nun analysierten Adolph und
Kollegen die Dünndarmschleimhaut und zeigten: Wie aktiv GPX4 ist, sagt voraus, ob die Entzündung nach der Operation wieder aufflammt. „Je weniger GPX4-Aktivität Patienten haben, desto höher ist das Schubrisiko“,
erklärt Adolph. „GPX4 spielt also eine Rolle in der Entstehung von Morbus Crohn.“ Aber nicht alle Patienten mit Morbus Crohn haben eine niedrige GPX4-Aktivität und sind ähnlich empfindlich auf Fettsäuren. Um – wie es in der Krebstherapie üblich ist – die Behandlung von Morbus Crohn auf die Patienten zuzuschneiden, müsste GPX4 auch außerhalb von Studien gemessen werden.