Vor mehr als 25 Jahren wurde erstmals die Positronen-Emissionstomographie (PET) in Kombination mit der Computertomographie (PET/CT) oder Magnetresonanztomographie (PET/MRT) eingesetzt. Die Idee, ein anatomisch hochauflösendes CT oder MRT mit einer funktionellen Bildgebungsmethode wie der PET zu kombinieren, etablierte sich zunehmend in der medizinischen Praxis. In der Diagnostik bei onkologischen Erkrankungen wie etwa dem Lungenkarzinom ist diese Bildgebungsmethode bereits in den Guidelines etabliert.
Unter anderem auch durch die Entwicklung neuer Tracer hat sich die PET/CT von einer primär onkologischen Spezialmethode zu einem vielseitig einsetzbaren bildgebenden Verfahren entwickelt. Auch in der Rheumatologie gewinnt diese nun zunehmend an Bedeutung. Technische Verbesserungen, neue Tracer und ein besseres Verständnis der Möglichkeiten und Grenzen dieser Bildgebungstechnik eröffneten neue Möglichkeiten auf dem Gebiet der Rheumatologie.
Nuklearmedizinische Bildgebungsmethodik kann einen wesentlichen Beitrag zu Diagnostik und Beurteilung des Therapieansprechens in der Rheumatologie leisten. Eine breite Implementierung moderner Tracer ist derzeit noch durch deren Verfügbarkeit und Kosten limitiert. Langfristig jedoch könnten multizentrische Studien und standardisierte Protokolle zu einer stärkeren Integration in die aktuellen Guidelines führen. Zudem schreitet die Entwicklung neuer Tracer voran und hat das Potenzial, in der Zukunft in der Diagnostik der Rheumatologie einen wesentlichen Beitrag zu leisten.
Durch die Weiterentwicklung der Detektoren sowie der CT-Protokolle konnte die Strahlenbelastung einer PET/CT-Untersuchung in den letzten Jahren deutlich reduziert werden. Dies ermöglicht eine zukünftig leichtere Eingliederung der PET/CT-Diagnostik in die Routinediagnostik.
Die Standardisierung quantitativer Parameter wie des maximalen oder durchschnittlichen Standardized Uptake Value (SUVmax oder SUVmean) ermöglicht eine objektive Verlaufsbeurteilung. Künstliche Intelligenz könnte künftig bei der automatisierten Gelenksegmentierung, Mustererkennung und Risikostratifizierung unterstützen. Diese Entwicklungen könnten die Rolle der PET/CT in der personalisierten Rheumatologie weiter stärken.
Die Kombination aus Ganzkörperbildgebung, quantitativer Analyse und molekularer Spezifität macht die PET/CT zu einem potenziellen Baustein der personalisierten Medizin.