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Während in einigen Studien Zusammenhänge mit dem Infektionsrisiko beschrieben wurden, waren die Ergebnisse zur Impfantwort und zur Erkrankungsschwere bisher widersprüchlich. Eine Studie unter Leitung der Medizinischen Universität Wien zeigt nun: Weder die AB0-Blutgruppe noch der Rhesusfaktor beeinflussen die Antikörperantwort nach einer SARS-CoV-2-Boosterimpfung oder den Schweregrad einer COVID-19-Erkrankung.
Unterschiede fanden sich laut den Studienautoren allerdings bei der Häufigkeit von Durchbruchinfektionen. Die Studienergebnisse wurden in der Fachzeitschrift „Influenza and Other Respiratory Viruses“ veröffentlicht.
Für die Studie untersuchte das Forschungsteam um Daniela Sieghart und Helga Radner (Klinische Abteilung für Rheumatologie, Universitätsklinik für Innere Medizin III, MedUni Wien) Daten von 3066 Erwachsenen ausgewertet, die nach einer SARS-CoV-2-Grundimmunisierung eine Auffrischungsimpfung mit einem mRNA-Impfstoff erhalten hatten. Die Forschenden untersuchten sowohl die Antikörperantwort vier Wochen nach der Impfung als auch das Auftreten von SARS-CoV-2-Durchbruchinfektionen und deren Krankheitsverlauf über einen Zeitraum von sechs Monaten.
Gemessen wurden Antikörper gegen die Rezeptorbindungsdomäne (RBD) des Spike-Proteins sowie in einer Untergruppe neutralisierende Antikörper. Diese können das Virus direkt daran hindern, Zellen zu infizieren.