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Therapeutische Strategien bei schwer behandelbarer rheumatoider Arthritis

Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung der Klinischen Abteilung für Rheumatologie der Medizinischen Universität Wien hat in einer systematischen Literaturübersicht die aktuelle Evidenz zu therapeutischen Strategien bei schwer behandelbarer rheumatoider Arthritis (D2T-RA) zusammengefasst.

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Trotz erheblicher Fortschritte in der Therapie der rheumatoiden Arthritis (RA) weist ein Teil der Patient:innen weiterhin persistierende Krankheitsaktivität, belastende Symptome oder eine unzureichende Krankheitskontrolle auf. Diese Patient:innengruppe wird als schwer behandelbare rheumatoide Arthritis (difficult-to-treat rheumatoid arthritis, D2T-RA) bezeichnet. Nach Definition der European Alliance of Associations for Rheumatology (EULAR) umfasst D2T-RA wiederholtes Therapieversagen, eine weiterhin aktive oder progrediente Erkrankung sowie ein als problematisch empfundenes Krankheitsmanagement.

Eine aktuelle systematische Übersichtsarbeit mit Daten aus 131 Studien bewertet die Evidenzlage für die Behandlung von Patient:innen mit D2T-RA und identifiziert zugleich wesentliche Versorgungslücken. Im Fokus standen drei klinisch relevante Situationen: eingeschränkte Therapieoptionen aufgrund von Komorbiditäten oder Kontraindikationen, persistierende Krankheitsaktivität trotz Versagens von mindestens zwei biologischen oder zielgerichtet synthetischen DMARDs (bDMARDs bzw. tsDMARDs) sowie anhaltende Symptome bei niedriger objektiver Entzündungsaktivität.

Die Ergebnisse zeigen, dass krankheitsmodifizierende Antirheumatika (DMARDs) auch bei komplexen Patient:innenkollektiven grundsätzlich wirksam bleiben. Die Therapieentscheidung erfordert jedoch eine individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung, insbesondere bei Vorliegen relevanter Begleiterkrankungen.


Rheumatoide Arthritis: Frühe Immunveränderungen unter Methotrexat könnten Therapieerfolg vorhersagen
Forschende der Medizinischen Universität Wien konnten nachweisen, dass die Gabe von Methotrexat (MTX) bei rheumatoider Arthritis bereits innerhalb weniger Wochen koordinierte Veränderungen des Immunsystems auslöst. Ein Team der Universitätsklinik für Innere Medizin III identifizierte dabei frühe zelluläre und molekulare Signaturen, die auf ein gutes oder unzureichendes Ansprechen auf die Therapie hinweisen könnten.

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