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Unterschätzte Gefahr Gürtelrose - Vorsorge ist möglich

Univ.-Prof. Dr. Ursula Wiedermann-Schmidt, PhD - Leiterin des ZPII - Zentrum für Pathophysiologie, Infektiologie und Immunologie sowie Mitglied im Leitungsgremium des CCII der MedUni Wien informiert über die Bedeutung der Herpes-Zoster-Impfung, die sowohl vor der Erkrankung als auch vor post-herpetischen Neuralgien schützt. Eine frühzeitige Therapie kann den Verlauf und die Schmerzen der Gürtelrose deutlich mildern.

Medizin populär // 01.04.2026

Spezialambulanz für Impfungen, Reise- und Tropenmedizin

Herpes Zoster, besser bekannt als Gürtelrose, ist eine schmerzhafte Reaktivierung des Windpockenvirus, die vor allem ältere oder immungeschwächte
Menschen treffen kann – oft plötzlich, heftig und mit langanhaltenden Nervenschmerzen. Die Krankheit beginnt bereits in der Kindheit, verursacht wird sie durch das Varizella-Zoster-
Virus aus der Familie der Herpesviren. Meist werden die Viren unter Kindern als Tröpfcheninfektion weitergegeben, in der Folge erkranken Menschen an Windpocken (Schafblattern,   

Feuchtblattern, medizinisch „Varizellen“), einer hoch ansteckenden Infektionskrankheit. Nach Abklingen der Windpocken sind Betroffene zwar gegen genau diese immun, das Varizella-
Zoster-Virus aber bleibt lebenslang im Körper, es schlummert in den Nervenganglien des Rückenmarks und kann als Gürtelrose in späteren Jahren ausbrechen. Etwa 95 Prozent der
Bevölkerung tragen das Virus in sich. „Es wird meist durch Stress oder Überlastung sowie bei geschwächtem Immunsystem reaktiviert und führt zum Ausbruch der Erkrankung“, so Univ.-
Prof. Dr. Ursula Wiedermann-Schmidt, Leiterin der Spezialambulanz für Impfungen, Reise- und Tropenmedizin an der MedUni Wien.